Letzten Samstag hatte ich die große Freude, einen halbtägigen Workshop mit vielen tollen Hund-Mensch-Teams abzuhalten. Ich möchte solche Workshops zukünftig gerne regelmäßiger anbieten, deshalb erzähle ich euch nun ein wenig über dieses schöne Format des Trainings.

Angefangen haben wir den Nachmittag mit einer gerahmten Ruheübung für alle, damit Hund und Mensch erst einmal im Hier und Jetzt ankommen und Ruhe finden können. Dazu haben wir uns in einen großen Stuhlkreis gesetzt, die Hunde zwischen Beinen und Armen gerahmt und ihnen so dabei geholfen, sich nicht in Aufregung oder Pöbelei zu verlieren, sondern einfach auszuhalten, dass da noch andere Hunde sind. Das war nicht nur für die Hunde gut, auch die Menschen konnten erst einmal mental im Workshop ankommen, sich kennen lernen und ein wenig über sich und ihre Hunde erzählen. 

Nach einer Weile ging es dann „an die Arbeit“, wobei „Arbeit“ bei diesem Workshop eigentlich gar nicht das richtige Wort ist. Zuerst habe ich mit jedem Team einzeln an ihren individuellen Themen gearbeitet, während die anderen sich ein schattiges Plätzchen gesucht und die Ruheübung weitergeführt haben. Da wir eine große Vielfalt an Teams hatten, hat jeder die Zeit des Workshops auch entsprechend unterschiedlich genutzt – ganz auf ihre Bedürfnisse und den aktuellen Stand angepasst.

Wir haben an Leinenführigkeit und Kontaktarbeit in Anwesenheit der anderen Hunde gearbeitet, Begrüßungssituationen gestellt und dazwischen  immer wieder die Hunde in die Ruhe gebracht. Dabei war auch das Beobachten der anderen Teams ein großer, unheimlich wertvoller Bestandteil, da man von außen so viel sieht und für sich selbst mitnehmen kann – ein passiver Platz lohnt sich also genauso, wie ein aktiver Platz! In den Pausen konnten die Teilnehmer außerdem Kontakte untereinander knüpfen und sich austauschen, sodass auch die ein oder andere Trainingsidee entstanden ist und Übungspartner zueinander fanden. Das freut mich besonders, denn sympathische Gleichgesinnte zu finden ist ja nicht immer ganz so einfach in der Hundewelt.

Was ich mit allen Teams gearbeitet habe, waren 3K-Übungen (Kommunikation – Konzentration – Körpergefühl), weil diese so wertvoll für das Verständnis für die Leine auf beiden Seiten sind, das eigene Körpergefühl schulen und Hund und Mensch  ins Hier und Jetzt und in die Kommunikation miteinander bringen. Dafür haben wir Treppen, Gullideckel, Decken und umgedrehte Näpfe als optische Anhaltspunkte und Hilfsmittel zweckentfremdet. 3K-Übungen machen wir ja nicht nur „um des Übens willen“ sondern sie sollen Fähigkeiten schulen, die wir ganz praktisch im Alltag gebrauchen können. Deswegen macht es auch viel Sinn, kleine 3K-Übungen immer wieder an passenden Stellen im Alltag zu integrieren, damit diese feine Art der Kommunikation immer selbstverständlicher für Mensch und Hund wird. 

Es war ein richtig toller Nachmittag, der im Flug vergangen ist und ich freue mich schon darauf, das Ganze am Samstag den 14.08. ab 15 Uhr zu wiederholen und einige der Teams dort wiederzusehen. Sehr gerne begrüße ich natürlich auch neue Teams, die Lust darauf haben ihr Wissen in netter Gesellschaft zu festigen und zu vertiefen! 

Voraussetzung für die aktive Teilnahme ist, dass ihr schon mit meiner Arbeit vertraut seid, wir also schon ein paar Trainingseinheiten miteinander hatten. Wenn das noch nicht der Fall ist, lohnt sie wie gesagt aber auch ein passiver Platz definitiv. Schreibt mir gerne einfach eine Nachricht auf Facebook, Telegram oder per Mail (info@hundesprachschule.com), wenn ihr Interesse habt!

Vielen Dank an dieser Stelle an Theresa von @TheresasHalsbandflechterei, die den ganzen Workshop lang fleißig fotografiert hat, für die vielen tollen Impressionen vom Workshop, die euch hoffentlich einen kleinen Eindruck von der Stimmung geben. Und vielen Dank auch an Jasmin von @LeidenschaftHund, dass wir das tolle Gelände in Ludwigschorgast nutzen durften, wo wir so viel Platz und Ruhe hatten.

Ein Hunde-Nachmittag! – Workshop am 24.07.2021

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